Rettet den Hartzhasen, jetzt aber echt!
28. Juli 2009 | Von harry | Kategorie: Freitagsansprachen, Sarrazissimo

Der Hartzhase steht kurz vor der Ausrottung,
sollten die Geburten weiter rückläufig sein, wird es schon in 400 Jahren keine
deutschen Hartzhasen mehr geben!`
Quelle hpa. (Harrys Presse Agentur)
Ich hätte mich heute Morgen fast an meinem Champagner verschluckt,
als ich das gelesen habe.
Das ist ja furchtbar, dachte ich.
Ich war echt betroffen, vor Allem persönlich!
Ich konnte mich erst beruhigen,
als mir einfiel, dass meine eigene Agenturmeldung von gestern Abend
vermutlich keine glaubwürdige Quelle ist.
Danach kam ich dann mit kühlem Kopf sofort zur Analyse.
Nach mehrtägiger Forschung und Naturbeobachtung wusste ich den Grund.
Nun woran liegt es?
In erster Linie, ist dies dem immer härteren Leben der Hartzrammler und Häsinnen geschuldet.
Die Ruhe in ihrem angestammten Lebensraum, dem sozialen Wohnungsbau, ist trügerisch.
Dies kann der aufmerksame Spaziergänger, bei einem morgendlichen Ausflug in einem
lokalen Problembezirk sehr schön beobachten.
Schleicht Euch nur einmal so gegen 7.00 Uhr ganz leise an einen großen Hartzhasen Bau an und wartet ab,
dann werdet ihr sehen, was ich meine.
Da hoppeln sie schon raus, ist das nicht schrecklich?
Noch vor ein paar Jahren hätte sich dort vor Mittag gar nichts gerührt.
Der Hartzhase braucht in der Balzzeit, gerade in den Morgenstunden, absolute Ruhe!
Das sollte sich doch inzwischen wirklich bis zu dem letztem Naturignoranten herumgesprochen haben.
Stattdessen gehen sie in dem irrigen Glauben, die Sklaverei wäre noch nicht
abgeschafft, zu sogenannten “Jobs”, die nicht einmal bezahlt werden.
Am Abend hoppeln sie dann wieder in ihren Wohnungsbau.
Gerade die Hartzrammler sind dann immer so böse und aufgeregt,
dass sie von den Weibchen stundenlang mit Bier und Fernsehen beruhigt werden müssen.
Na und das ist der Fortpflanzungsfähigkeit auch nicht gerade förderlich,
so dass sie irgendwann erschöpft ins Bett fallen.
Deshalb, liebe Leser, wenn ihr einem Hartzhasen begegnet,
schenkt ihm ein Grundgesetz.
Und, liebe Leserinnen, schenkt ihm ein Lächeln und etwas Zeit.
Ist ja für den Tierschutz!
In diesem Sinne,
Euer Harry
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Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
Ihre Rede enthielt einen Satz, der mich und meine Familie, ebenso meinen Bekannten- und Verwandtenkreis zutiefst gekränkt hat:
Der Satz: „Wir haben alle über unsere Verhältnisse gelebt“
Wir empfinden es als eine tiefe Beleidigung, wenn uns jemand vorwirft, „wir“ hätten über unsere Verhältnisse gelebt. Ebenso erging es den meisten meiner Nachbarn bei Ihrer Rede.
Zu meiner Familie möchte ich folgendes sagen: Mein Mann und ich kommen aus einer Familie mit vier bzw. sieben Kindern und extrem fleißigen Eltern, die ihre christlichen, moralischen und sozialen Werte an ihre Kinder weitergegeben haben. Alle Kinder sind fleißig und haben sich nach dem Vorbild der Eltern durch harte Arbeit und Sparsamkeit wieder ein Häuschen erspart und ihren Kindern eine gute Ausbildung (Studium) ermöglicht. Auch unsere Kinder arbeiten inzwischen, nach dem Studium fleißig – fast rund um die Uhr, um sich in dieser Zeit, in der Mieten in München fast unbezahlbar sind, ein lebenswertes Leben zu ermöglichen. Ob unsere Kinder sich ein Eigenheim durch eigene Arbeit erwirtschaften können, obwohl sie zu den besser Verdienenden gehören, bezweifle ich inzwischen. Sie müssen ja für ihre private Altersvorsorge vorsorgen und angesichts der Veruntreuung der Banken, sind diese finanziellen Absicherungen schon längst nicht mehr sicher!
Der Schwiegersohn einer unserer Bekannten ist einer der Zocker, sein früherer Arbeitgeber war die Hypo-Real-Estate. 2003 wechselte er die Bank. Er bediente die Großkunden über 1 Million mit Anlagepapieren. Der kann sich jetzt ein Häuschen leisten – er baut gerade … ein Einfamilienhaus für über 500.000,– Euro.
Wir haben jahrelang auf Urlaub verzichtet. Meine Eltern hatten nie einen Urlaub! Diese kannten nur Arbeiten von früh bis spät. Der Obst und Gemüseanbau wurde auf dem Land selbst getätigt. Vorräte mussten eingekocht werden und die Kleidung wurde selbst genäht. Diese fleißigen Leute haben alles – zu sparen war nichts da - ins Häuschen und in die Kinder investiert.
Sie wollten immer, dass es uns einmal besser geht.
Das Blatt hat sich jedoch gewendet und die Lebensbedingungen sind nicht, wie es unsere Eltern wollten, besser geworden, nein die Lebensbedingungen haben sich eindeutig verschlechtert!
Inzwischen ist das Leben so teuer geworden, dass wir Angst haben, uns eine medizinische Versorgung im Alter nicht mehr leisten zu können.
Ich war Betriebsrätin bei der Siemens AG, im Telekommunikationsbereich in München, Hofmannstraße und habe erlebt, wie ein großer Teil dieser Arbeitsplätze abgebaut und ins Ausland verlagert wurden.
Der von der Staatsanwaltschaft beschuldigte Ulrich Schumacher ist Leiter eines Chipherstellers in China – mit den Patenten von Siemens/Infinion/Quimonda.
Die Patente der Telekommunikationsbranche von Siemens gingen zum chinesischen Telekommunikationskonzern Huawei, der vom chinesischen Staat mit Millionen gesponsert wird. Dessen deutscher Chef Hai Feng Ling war bis 2005 mein Kollege.
Angesichts der Entwicklung von Korruption, Veruntreuung der Gelder der Anleger und des Geldes der Bürger empfinde ich es als Hohn, wenn jemand davon spricht: Wir hätten über unsere Verhältnisse gelebt! Ebenso sehe ich die Verlagerung der Arbeitsplätze und aufgrund der Finanzkrise die Vernichtung von Arbeitsplätzen!
Muss man in dieser Bundesrepublik inzwischen korrupt und kriminell sein, um es zu etwas zu bringen oder um geachtet zu sein? Es sieht doch so aus, dass diese hochkriminellen Leute, Banker, beteiligte Politiker und Wirtschaftsbosse, in unserer Gesellschaft noch immer das Zepter in der Hand halten! Diese Leute wollen nach wie vor ehrenwert behandelt werden und erhalten sämtliche Rückendeckung aus der Politik!
Nein – wir haben nicht über unsere Verhältnisse gelebt. Das ist eine völlig unzutreffende Beschuldigung uns anständigen Bürgern gegenüber!
Sie – die Politiker, Wirtschaftsbosse und Banker haben über Ihre Verhältnisse gelebt oder nicht dafür gesorgt, wofür sie bezahlt werden: Nämlich einen gesunden Staat, eine gesunde Wirtschaft zu erhalten, in einer gesunden Struktur, in der jeder vernünftig existieren kann. Statt dessen werden wir Bürger doppelt und dreifach abgezockt und jeden Tag aufs neue belogen und die Privatisierung, bei der sich wenige bereichern, wird weiter vorangetrieben. Soll jetzt auch noch das Wasser privatisiert werden? Wieso wurde das Wasser nicht als ein weltweites Grundrecht für die Menschen anerkannt? Soll hier nach dem Wunsch des Nestlé-Managers oder einiger PPPs verfahren werden?
Ich erwarte eine Entschuldigung von Ihnen, Herr Köhler. Denn so etwas, dass meine fleißige Familie über ihre Verhältnisse gelebt hat - wo diese seit Jahren keinen Urlaub hat, lasse ich nicht auf uns sitzen.
Ich erwarte zudem von den gewählten Volksvertretern, dass sie sich endlich darum kümmern, dass wir nicht für Fehler, die wir nicht zu verantworten haben, haftbar gemacht werden – bzw. zahlen müssen. Denn haftbar heißt: Für den Schaden aufkommen! Und wer bezahlt?
Die Zockerei in den Banken, haben nicht wir betrieben. Die Politiker und Wirtschaftsvertreter saßen in den Vorständen und Aufsichtsräten! Wir haben die Regeln der BaFin nicht gelockert! Nicht wir! Ich erwarte zudem von Ihnen, dass veranlasst wird, gerichtlich gegen die Täter und Verursacher vorzugehen.
Mit freundlichen Grüßen
Karin Hujer
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