Die Bausparschnecke

24. Juli 2009 | Von harry | Kategorie: Gedichte

Es saß eine Schnecke,
mit riesigem Haus,
am Schalter der Bank
und rastete aus.
Sie schnaubte und schrie,
teils völlig versaut:
„Warum habe ich das Haus nur gebaut?
Die Hypothek und den Kasten,
kann ich beides nicht tragen.
So ganz ohne Beine,
da hilft auch kein plagen.
Das Haus ist zu groß,
das sieht man doch gleich,
die Zinsen zu hoch,
ich bin doch nicht reich!“

Dem Mann von der Bank,
plagt kein schlechtes Gewissen,
von “fehlenden Beinen“,
will er gar nichts wissen.
Vertrag sei Vertrag,
so viel sei doch klar.
Ob sie bei Vertragsschluss,
auch schon Schnecke war??

Als die Schnecke das hörte,
verließ sie ihr Haus.
„Das könnt ihr jetzt haben!“
und schon war sie raus.
Draußen auf der Straße,
war ihre Wut schnell verflogen.
Ja, sie war sogar glücklich,
ganz ungelogen.
Sie konnte schneller kriechen
und viel, viel mehr sehen,
warum soll man denn auch nicht,
als Nacktschnecke gehen?

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