Wie ich Hartz IV Empfänger wurde
20. September 2008 | Von harry | Kategorie: VermischtesSascha D. aus K möchte anonym bleiben.
Der einst erfolgreiche Investmentbanker hat Angst vor Ausgrenzung
und sozialer Ächtung.
Ja, man kann sagen, der selbstbewusste, strahlende Youngster von einst
ist nur noch ein Schatten seiner selbst.
Er schämt sich für seinen finanziellen und sozialen Niedergang.
Noch vor wenigen Jahren jonglierte er mit virtuoser Leichtigkeit
Kapitaleinlagen in zweistelliger Millionenhöhe.
Er brachte es zu erheblichen Reichtum, besaß einen Porsche 911 mit Elfenbein
Einlagen in der Teakholz Konsole und mundgeblasener Hugenotten Nutten Leder Ausstattung,
eine wunderschön operierte Frau und ein repräsentative Villa in einem öden Vorort.
Alles hätte ewig so weiter gehen können.
Doch dann an einem Samstag Vormittag sollte sein Leben plötzlich und
erbarmungslos eine tragische Wende nehmen.
Er hatte endlich einmal Zeit gefunden sich der Sichtung seines Privat Vermögens zu widmen.
Da saß er vor seinem Rechner und freute sich des Lebens.
Der Computer verriet ihm, das er ganze 300 Millionen Euro sein eigen nennen durfte!
Sascha D. konnte sein Glück kaum fassen.
Er beschloss schnell noch den lästigen Papierkram zu erledigen und seine
Gattin zur Feier des Tages in den teuersten Franzosen der Stadt einzuladen.
Als er gerade das Überweisungs Formular für “Brot für die Welt” ausfüllen
wollte passierte es dann.
Er wollte seine Spende über dreißig Euro in das Feld “Betrag” eintragen,
da wunderte er sich plötzlich über die fielen leeren Kästchen neben seinem
zweistelligen Betrag.
Wenn da jemand was nachträgt, dachte er.
Und schwups trug er in die restlichen sieben Felder eine schöne, große Null ein.
Damit niemand auf dumme Gedanken kommt.
Kam auch niemand!
Die 300.000.000 wurden überwiesen und “Brot für die Welt” freute sich.
Es war gar nicht leicht so viel Brot zu kaufen, doch man hat es geschafft.
Das Essen einer derartigen Brot Menge gestaltete sich ungleich schwieriger,
so dass ein Großteil des Brotes in Tansania verschimmelte.
Sascha D. jedoch verlor alles was er besaß und musste Hartz IV beantragen.
Seine Frau brannte mit dem 19jährigen, langhaarigen Nachbars Jungen nach La Gomera durch.
Angeblich weil der Gedichte schreibt und so sensibel ist.
Selbst sein Golden Retriever wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben
und bewarb sich bei einem Tier Labor, um eigenes Geld zu verdienen.
Er wusste wirklich nicht mehr weiter.
An einem kalten November Abend war es dann so weit.
Sascha D. stand zu allem entschlossen auf einer Rhein Brücke.
Nur wenige Zentimeter trennten ihn und den schweren Stein,
den er mit sich schleppte, noch vor dem Ende aller Sorgen.
Da erschien ihm plötzlich die “Arge Fee”.
Mit sanfter Stimme sprach sie dann “Sascha,- verzweifele nicht.
Versuche es doch mal bei der KfW”.
“KfW?”
Er konnte kaum glauben was er da hörte,” das ist doch eine so seriöse Bank.
Die ist ja staatlich!”
“Versuch Dein Glück Sascha, dort braucht man Dich” sagte die Arge Fee.
Und tatsächlich, Sascha D. ging nach Haus, bewarb sich bei der KfW und
machte dort eine richtige Blitz Karriere!
Die Arge Fee war überglücklich und froh, der Volkswirtschaft wieder mal einen guten Dienst
erwiesen zu haben und kassierte für ihre Vermittlung eine dicke Steuer Prämie.
Dennoch ging die Sache nicht gut aus.
Sascha ist wegen einer kleinen Unaufmerksamkeit schon wieder in die Kritik
geraten und von Arbeitslosigkeit bedroht.
Und in Afrika hat man noch immer Hunger.
Deshalb Leute spendet, wenn ihr noch etwas habt.
Schon dreißig Euro können helfen! ![]()








