Soziale Schranken überwinden!

24. Juli 2008 | Von harry | Kategorie: (A)Soziales

Liebe armen Mitbürger!
Im selben Maße wie die Schere zwischen arm und reich in diesem Land
auseinander geht, wächst auch das Misstrauen zwischen beiden Bevölkerungsteilen.
Insbesondere die Wohlhabenden fühlen sich zunehmend bedroht.
Ich denke dafür sollten wir Verständnis haben, schließlich sind wir in einer erdrückenden
Überzahl, und jeden Tag kommen tausende neue Desperados hinzu.
Deshalb, lasst uns auf diese verängstigten Menschen zugehen.
Helft ihnen ihre Vorurteile und Ängste abzubauen.
Glaubt ihr es wäre leicht, sich immer in riesigen Häusern verstecken zu müssen?
Viele sind schon ins Ausland geflüchtet, oder rasen in dicken Autos panisch über die
Autobahnen, als hätten sie den Leibhaftigen im Nacken!

So, und jetzt geht`s los.
Nun zeige ich Dir wie man soziale Schranken überwindet.
Was brauchen wir dazu?
Eine Strumpfhose, eine Packung Hundefutter,sicheres Auftreten, eine
Luxusvilla mit ein paar netten Bewohner, und einen Wachhund.

Du hast einen geeigneten Luxus Tempel gefunden?
Gut, nun unbedingt die Strumpfhose über den Kopf ziehen.
Du willst doch schließlich nicht direkt als Armer erkannt werden.
Das würde die Leute unnötig erschrecken.
So, nun kannst Du schon mal schellen, dabei lernst Du dann auch gleich
den Wachhund kennen.
Wenn sich jemand an der Sprechfunk Anlage meldet, weißt Du auch direkt, dass
Deine neuen Freunde zu Hause sind.
Sag einfach Du hättest Dich verwählt, das zieht immer!
Der Hund ist ein Riesen Vieh und fletscht Dich an?
Keine Sorge, Wachhunde sind hochintelligent und wollen nur beschäftigt werden.
Stelle ihm eine einfache Rechen Frage, zum Beispiel Eins plus Eins.
Wenn er zweimal bellt belohnst Du ihn mit dem mitgebrachten Hundefutter.
Danach steigern, Eins plus Zwei, belohnen.
Zwei plus zwei, belohnen.
Und jetzt kommt es.
Dann sagst Du einfach, wie viel ist Zehn hoch Dreißig?
Anschließend gehst Du für zwei Stunden ein Bierchen zwitschern.
Wenn Du wieder zurück kommst, wird der Wau Wau garantiert verschwunden sein.
Das Gekläffe hält keiner aus!
Jetzt steht einem harmonischen Miteinander nichts mehr im Weg.
In der Regel verlassen sich Reiche auf ihre Wachhunde und treffen keine anderen Sicherheitsvorkehrungen.
Steige einfach kurz über den Zaun, schwups durch die Terassentüre, und stelle
Dich den Hausherren höflich vor.
Gehe mit einem freundlichen Lächeln auf sie zu, um Skepsis gar nicht erst aufkeimen zu lassen.
Gewinne durch sicheres, weltoffenes Auftreten.
Besteche durch gute Umgangsformen.
Bedenke, dass eine Strumpfmaske beim Essen nicht nur unpraktisch ist, sondern von
Deinen Tischnachbarn auch als bedrohlich empfunden werden könnte.
So, nun wünsche ich Dir und Deinen reichen Freunden aber einen schönen Abend!

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