Meine Woche (6)
14. Juli 2008 | Von harry | Kategorie: Mein TagebuchSamstag 12.8.2008
Oh, oh, heute ist mir ein Nachbar entgegen gekommen,
der sah plötzlich gar nicht mehr gut aus.
Der war gelb wie ein Briefkasten!
Ich als Krankenpfleger denke natürlich wieder direkt das Schlimmste.
Leberzirrhose!
Nur weil der öfters mal nach Alkohol roch, wenn ich ihm begegnete.
Sonntag 13.8.2008
Das ist aber auch eine Berufskrankheit,
jetzt geht der Kerl mir nicht mehr aus dem Kopf.
Vielleicht hat er ja nur unsere Seite gelesen und malt sich
jetzt aus Solidarität mit den Chinesen das Gesicht gelb an.
Kann doch sein?!
Hätte gar nicht gedacht, dass unsere kleine Seite politisch so einschlägt.
Montag 14.7.2008
Meine Leser sollen sich nicht alleine lächerlich machen.
Da mache ich mit!
Habe zum Glück noch etwas gelbe Gesichtsfarbe von der letzten WM.
Man muss nicht sehr kritisch sein um festzustellen, dass ich schon besser aussah.
Was tut man nicht alles um in Aufmerksamkeit zu erregen.
Wissen die Chinesen eigentlich, was wir hier leisten?
Dienstag 15.7.2008
Der Erfolg unserer konzertierten Aktion will sich noch immer nicht so richtig einstellen.
Die Massenmedien nehmen überhaupt keine Notiz von mir,
dabei habe ich 16 Stunden, mit gelbem Gesicht, vor dem Fernseher gesessen.
Was ist bloß los mit diesem Land?
Die Gleichgültigkeit der Leute ist ja erschreckend.
Mittwoch 16.7.2008
Hatte heute endlich wieder einen Termin bei meinem Psychologen.
Der war aber leider nicht gut drauf heute.
Eine komplette Stunde lang hält der mir einen Vortrag über Alkohol.
Das ist doch nun wirklich nicht mein Problem.
Ich lutsche nur etwas Daumen und will meine Mutter heiraten!
Die Kassiererin im Supermarkt weigert sich mir einen Joghurt mit Rum Aroma zu verkaufen.
Ist heute Vollmond?
Abends beim Zähneputzen sehe ich dann das Einzige, was heute gelb und rund ist, -mein Gesicht.
Ich hätte meine Polit Aktion heute besser mal unterbrochen.
Donnerstag 17.7.2008
Jetzt muss ich mein “Helfer Syndrom” wohl doch ausleben.
Mein Nachbar erfleht förmlich meine Hilfe.
Er ist eben auf dem Flur an mir vorbei gerannt und sagte zu mir; ” Oh Gott, Du hast mir
gerade noch gefehlt!”
Leider hatte er keine Zeit, werde ihn heute Abend unter einem Vorwand in
die Wohnung locken.
Anders geht das nicht, der ist so schüchtern.
Dann kann er sich mal so richtig aussprechen.
Freitag 18.7.2008
Der gestrige Abend war ein voller Erfolg.
Mein Psychologe wäre stolz auf mich gewesen.
Ich hätte nie gedacht, dass der Kerl so ein harter Knochen ist.
Der hat erst stundenlang an meine Wohnungs Türe gehämmert.
Den konnte ich natürlich nicht raus lassen, der war ja völlig aufgelöst.
In dem Zustand wusste, der doch nicht mehr , was er macht!
” So, Bursche”, habe ich dann zu ihm gesagt, “Du kannst es Dir aussuchen.
Entweder ich lasse Dich in die Psychiatrie einweisen, oder wir unterhalten
uns in Ruhe. Glaube mir, ich weiß genau, was ich dem Notarzt sagen muss!”
Ja, und damit habe ich ihn dann geknackt.
Gegen 2.00 Uhr in der Nacht hat er mir versprochen mit dem Trinken aufzuhören.
Danach habe ich aus seiner Wohnung seine letzte Flasche Wodka geholt.
Die durfte er dann noch bei mir leeren.
Zwei Stunden später haben wir dann festgestellt, dass wir sogar politisch
genau auf einer Linie liegen.
Ist das nicht der Wahnsinn?
Freitag 14.7.2008 8.00Uhr, Achtung die Sensation!
Hartz aber lustig ist fertig und das schon seit zwei Tagen!!








