Eichels Putzfrau verdient zu viel!

11. Juli 2008 | Von harry | Kategorie: (A)Soziales

Herzlich Willkommen zu ” Rechnen mit Hansi”.
Heute erklären wir Euch das Märchen vom Arbeitgeberanteil.
Ein Heuler, der in keiner guten finanzpolitischen Fernsehdiskussion fehlen darf.
Immer daran denken, was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr.

Unser Beispiel:
Hänschen will eine Reinigungs Dame einstellen, damit seine Frau
mehr Zeit für ihn hat.
Jetzt, wo er kein Geld mehr ausgeben kann, hat er ja viel Frei.
Er muss nur auf dem eigenen Haushalt sitzen und könnte etwas Gesellschaft gut gebrauchen.
Haushalt führen und gleichzeitig darauf sitzen, das geht ja nun nicht.

Da überlegt er ein paar Tage hin und her, wälzt sich ein paar Nächte im Bett,
und sagt zu seiner Frau; ” Komm ich zahle zehn Euro, das ist zwar viel, sieht aber super aus!”
Frau Eichel stellt am nächsten Tag eine Frau Koslowski für zehn Euro ein.
Am Ende des Monats bekommt Frau Koslowski 1600 Brutto.
Da entdeckt Hansi Abends über der Abrechnung plötzlich, dass er noch
9,95% Arbeitgeberanteil abführen muss.
Das zieht ihm aber die Socken aus.
Wer konnte denn mit sowas rechnen?
Das ist ja wie mit den Rentnern, die waren auch plötzlich alle da!
Der Hansi ist so wütend, dass er Tage lang nur schreit, aber es hilft nichts.
Er muss zahlen, und Frau Koslowski fliegt dreimal im Jahr in die Karibik und
ist sehr, sehr glücklich.
Der traurige Hans aber tingelt durch das Land und beklagt die Leiden der Unternehmer.
In Talkshows erzählt er dann dem gemeinen Volk, wie schwer es der Arbeitgeber hat.
Der muss zusätzlich zum Brutto schließlich auch noch den Arbeitgeberanteil bezahlen.
Ist das nicht zum Heulen?

So, das war die Geschichte der Politik mit Frau Koslowski.
Zum Glück sind unsere Unternehmer etwas schlauer.
Die rechnen nämlich die 9,95% vorher in ihre Kalkulation ein.
Doch, doch, das tun die!
Wenn die so planen wie unser Hansi wären sie sonst sehr, sehr schnell Pleite.
Die überlegen, wie viel ist uns denn die Arbeitsleistung der lieben Frau Koslowski wert,
und ziehen von diesem Betrag (Bsp.10 Euro) den Arbeitgeberanteil ab.
Frau Koslowski erhält hier nur ihre zehn Euro, minus Arbeitgeberanteil.
Ergo, letztlich bezahlt der Arbeitnehmer von seinem Arbeitslohn den Arbeitgeberanteil!
Der Unternehmer führt ihn mit einigem bürokratischen Aufwand ab, der nicht entlohnt wird.

Was lernen wir daraus?
Putzstellen lohnen sich nur bei Politikern, die nicht planen können!

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